Sommertraining mit Matthias - Übung macht den Meister

Das zumindest dachten sich einige der aktiven TGS-Tischtennisspielerinnen und -spieler im Hinblick auf die anstehende Verbandsrunde ab September 2018, denn sie folgten unverzüglich dem Aufruf des Abteilungsleiters Gregor Bauer zu einem kostenpflichtigen und regelmäßigen Sommertraining in der warmen TGS-Halle. Die beschränkten Plätze waren schnell vergriffen, denn gesponsert durch den Förderverein der Tischtennis-Abteilung hielt sich der finanzielle Eigenanteil in Grenzen.

Systemtraining will auch geübt sein und bei den hohen Temperaturen stellte sich sogleich Schwitzen ein, als den ersten Trainingsanweisungen des Trainers Matthias Ruppert Folge geleistet werden sollte. Aufmerksamkeit und Konzentration gepaart mit Motivation und Spaß am Tischtennissport ließen die zwei Stunden intensiven Trainings doch schnell vergehen und allen war klar, was die nächsten acht Wochen erwartet wird.

Dann kann ja die neue Verbandsrunde beruhigt kommen, mal sehen, ob auch Meister dadurch gemacht werden.

/BRo 30.06.2018

Tischtennisschläger gegen Stechpaddel getauscht

Nicht jedermann hat schon einmal an einer Drachenbootfahrt teilgenommen, und so fanden sich am 23. Juni 2018 auf dem TGS-Parkplatz 16 neugierige Tischtennissportler der TGS Hausen ein, denn der Sportkamerad Gerfried hatte an einem kühlen Samstagmorgen (noch vor der Gluthitzeperiode) den Ausflug mit sportlicher Betätigung organisiert. Nach Eintreffen der letzten Teilnehmer wurde die kurze Hinfahrt in den Privat-Pkw nach Hanau organisiert.


Dort angekommen, gingen nach den ersten Blicken auf die Kinzig die Diskussionen los, wer mit wem die Bootsbank teilt oder überhaupt schon einmal Erfahrung gesammelt hat und weiß, wie es geht. Der über der Kinzig angeordnete Slalom-Parcours für Wildwasserkanuten ließ Böses erahnen, wie war eigentlich die Kurvenlage der Drachenboote und wie kalt war die Kinzig? Gott sei Dank war es noch nicht so warm, und mitgebrachte Jacken und Westen schützten vor dem kühlen und feuchten Wetter. Endlich erhielt jede Teilnehmerin und Teilnehmer auch etwas Handfestes in die Hand, das notwendige Stechpaddel zum Fortbewegen des Bootes und auch die Trommel für die Taktvorgabe musste für Gerfried ins Drachenboot gehievt werden.

Doch vor dem Start mussten erst mal Lockerheit im Umgang mit dem Werkzeug geübt, prinzipielle Handbewegungen vorgeführt und von den Teilnehmern nachgeahmt werden – das ließ Muskelkater am nächsten Tag erahnen. Aber die Übungen dienten auch der Beruhigung, man hatte ja alles im Griff. Aus den Gesichtern konnte manch Skepsis abgelesen werden, sollte man sicherheitshalber lieber nicht doch am Ufer bleiben? Der erfahrene Gerfried wischte alle Bedenken von Bord und stieg ins leere Boot und allen war klar, es könnte eine wackelige Angelegenheit werden. Nun gab es jedoch kein Zurück mehr, die nächsten enterten das Drachenboot der SKG Hanau, immer das balancierende Gleichgewicht des Drachenbootes im Blick um ein vorzeitiges Bad in der Kinzig zu vermeiden. Auch manch einem, der dem Geschehen aus sicherer Entfernung zuschaute, blieb am Schluss nichts anderes übrig, als doch ins Boot zu steigen. Es ist nicht so einfach, alle Mann und Frau und Maus im Boot zu verstauen, letztlich gelang es Gerfried doch und los ging’s mit einem letzten Abstoß vom sicheren Ufer.

Gerfried steuerte das Boot am Heck mit seinem Langruder und trommelte gleichzeitig den Paddeltakt für die Bootsinsassen. Es schien nicht einfacher zu werden, denn zu Beginn stand gleich eine 180°-Wende des trägen Drachenbootes auf dem Programm – gut dass kein Gegenverkehr zu erwarten war. Manch bedenklicher Blick und eine unauffällige Prüfung, wie tief denn hier so das Wasser ist, folgte. Die Kehrtwende gelang, schließlich lag der Main ja in der entgegengesetzten Richtung, und die Fahrt in die richtige Richtung mit Gerfried´s Kommandos und Taktvorgabe auf der Trommel konnte endlich starten. An der Synchronität wurde heftig gemeinsam gearbeitet und was kaum jemand für möglich gehalten hatte, machte sich langsam Spaß breit und die Truppe kam gut voran. Der Main wurde passiert und am Schloss Philippsruhe in Hanau problemlos gewendet, glücklicherweise kam kein Main-Binnenschiff dem Drachenboot in die Quere, die Bugwellen wollte die Mannschaft nicht spüren müssen. Kann man eigentlich im Drachenboot auch seekrank werden? Am Ende der Fahrt war beim Blick in die Gesichter nicht ganz klar, ob der feste Uferboden aus Erleichterung oder Bedauern wieder betreten wurde.

 

Eine gelungene Veranstaltung, begleitet von den bekannten Nilgänsen am Ufer, ließ doch die Vermutung aufkommen, dass nächstes Jahr eine Wiederholung droht. So viel Spaß hat es den Teilnehmern gemacht und es gab viel Redebedarf über Vorher und Nachher bei anschließendem Essen und Trinken im Clubheim der SKG Hanau in der ´Osteria da Mauro´. Es gibt ja auch Drachenbootrennen ...


/Fotos FJu
/BRo 04.08.2018